Integration darf nicht nach der Schule enden.

Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bedauerlicherweise gibt es zur Zeit für die Integrationsjugendlichen kaum geeignete Berufsperspektiven, da bislang Arbeitgeber die erforderlichen (teil-)qualifizierenden Ausbildungsplätze nicht bereitstellen. Dies ändert sich. Erste Schritte dazu sind die Integration in Berufsschulen und die Gründung von Integrationsbetrieben nach Maßgabe der Integrationsämter (Landschaftsverband) zur beruflichen Ausbildung und Beschäftigung, sowie das Wuppertaler Qualifizierungsmodell.

Drei neue Instrumente zur beruflichen Integration von Förderschülern in Wuppertal

Auch die Förderschüler der schulischen Integration haben nach erfolgreicher Schullaufbahn große Schwierigkeiten beim Übergang in Ausbildung oder Beruf. Ausbildungsstellen sind auch und gerade für lern-leistungsschwache Jugendliche eigentlich nicht zu bekommen, zumal ja schon einfache (Regel-)Hauptschüler zu etwa 80% chancenlos sind. Bislang gab es nur die begrenzten Möglichkeiten in einem Berufsbildungswerk, außerhalb Wuppertals, eine Ausbildung zu absolvieren oder gar gleich der Weg in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung anzutreten. Beides hat sehr wenig mit Integration zu tun, da es sich um sonderpädagogische Einrichtungen handelt. Auch will die Sozialpolitik neue Wege in der Behindertenarbeit einschlagen.

Daher haben wir in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der IHK, der HWK und der Stadt Wuppertal drei neu Ausbildungsmodelle für lernbehinderte Jugendliche in den 1. Arbeitsmarkt erarbeitet. Neu ist die unterstützende Qualifizierung durch einen Jobcoach und einen schulischen Integrationshelfer in der Berufsschule.

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LANDSCHAFTSVERBAND RHEINLAND - Integrationsamt
Förderung von Integrationsprojekten
Die Förderung von Integrationsprojekten ist ein spezielles Angebot, um die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben zu verbessern.
Integrationsprojekte zählen zwar zum allgemeinen Arbeitsmarkt, grenzen sich aber dadurch von anderen Arbeitgebern ab, dass sie einen Auftrag erfüllen, der die rein wirtschaftliche Betätigung am Markt übersteigt: sie beschäftigen in einem vorgeschriebenen Umfang schwerbehinderte Menschen, deren Teilhabe an einer sonstigen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf besondere Schwierigkeiten stößt. Diese Schwierigkeiten sind bedingt durch die Art oder Schwere der Behinderung oder sonstiger Umstände und lassen sich voraussichtlich trotz Ausschöpfens aller Fördermöglichkeiten und des Einsatzes von Integrationsfachdiensten nicht vollständig beseitigen.
Für diese doppelte Aufgabenstellung – wirtschaftlicher Auftrag einerseits und sozialer Auftrag andererseits – erhalten Integrationsprojekte eine besondere finanzielle Förderung.
1. Rechtliche Grundlagen:
Die Grundlagen für die Förderung ergeben sich aus dem Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX), §§ 132 - 134 SGB IX. Nähere Regelungen finden sich in den „Vorläufigen Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)“. Für Nordrhein-Westfalen haben das Integrationsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und das Integrationsamt des Landschafts-verbandes Westfalen-Lippe (LWL) weitere Einzelheiten abgestimmt.
2. Formen von Integrationsprojekten:
Integrationsprojekte werden unterschieden nach:

  • Integrationsunternehmen
  • Integrationsbetrieben
  • Integrationsabteilungen

Integrationsunternehmen sind auf Dauer angelegte rechtlich und wirtschaftlich selbständige Organisationen mit erwerbswirtschaftlicher Zielsetzung. Als Rechtsformen kommen in Betracht:
-  Einzelkaufleute

-  Personen- oder Kapitalgesellschaften

Ein gemeinnütziger Status z.B. in der Form einer gGmbH schränkt die erwerbswirtschaftliche Unternehmensfunktion nicht ein.
Die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.) ist mit erwerbswirtschaftlicher Unternehmensfunktion unvereinbar und kommt damit als Rechtsform für ein Integrationsunternehmen nicht in Betracht.

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Aktion Integration des Landschaftsverbandes

Desweiteren gibt es die Aktion Integration des Landesarbeitsamtes NRW und der beiden Landschaftsverbände mit einem Volumen von 45 Mio. Euro in vier Jahren.

Zur Aktion Integration IV ist eine Broschüre erschienen, die Sie kostenfrei unter http://www.aktion-integration.de anfordern oder downloaden können.

  1. PDF-Doku: Aktion Integration IV Übersicht des Förderungsumfanges
  2. PDF-Doku: Leistungen für behinderte Menschen im Beruf - für den Arbeitgeber

Bericht zum downloaden:
Michael Schneider: Von der Selbsthilfefirma zum Integrationsprojekt - Zur Förderpraxis bei Integrationsunternehmen gem. § 132 ff SGB IX am Beispiel von Westfalen-Lippe

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Weitere Konzepte:

A) Unterstützende Beschäftigung / Arbeitsassistenz

B) Neue Wege in der beruflichen Integration für Menschen mit Lernschwierigkeiten:

Eine Untersuchung von Integrationsfachdiensten und unterstützenden Arbeitsplätzen in Deutschland, Stefan Doose, BAG.UB, Hamburg, 1998

        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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